Verschieden farbige Perlen, mal opak, mal transparent, bilden dicht aneinandergereihte, bunte, uniforme Stränge, an deren Enden diese starre Ordnung langsam aufbricht. Was aus direkter Nähe willkürlich scheinen mag, erschließt sich dem Auge mit zunehmend gewonnenem Abstand.

Den Ausgangspunkt dieser Arbeit bilden Fotos alltäglicher Situationen, aufgenommen mit dem Smartphone – jene Kamera, die gerade in flüchtigen, persönlichen Momenten oftmals die einzig verfügbare ist und deren Ergebnisse häufig fluide im digitalen Raum zirkulieren. In strings attached wird das Bild diesem flüchtigen Prozess entzogen und in ein zeitintensives, manuelles Verfahren übersetzt. Hierdurch ergeben sich neue Bedingungen der Betrachtung, die nach dem Notwendigen des Fotografischen fragen. Auflösung und Detailreichtum weichen, Informationen fließen ab und machen Raum für materielle Assoziationen. Dies öffnet neue Gedankenräume, die je nach Position und Abstand zum Werk das Verhältnis von Bild und Objekt stetig neu verhandeln.