Urban Visual Codes

Design ist heute zugänglicher denn je. Gestaltungsregeln sind in Büchern, im Internet und auf Social Media jederzeit verfügbar. Digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz machen ihre Anwendung zunehmend einfacher. Doch wo entsteht noch Gestaltung, die nicht bekannten Standards folgt, sondern aus dem Alltag selbst hervorgeht?

Dieses Projekt richtet den Blick auf die Beschilderungen kleiner Geschäfte. Obwohl sie große Teile unserer Straßen prägen und viel Raum im öffentlichen Stadtbild einnehmen, werden sie als Gestaltung häufig übersehen. Dabei entstehen hier eigenständige Lösungen, die nicht immer klassischen Designregeln folgen und dennoch Informationen vermitteln, Aufmerksamkeit erzeugen und Orientierung schaffen.
 
Aus der Analyse dieser Schilder werden wiederkehrende Gestaltungsprinzipien abgeleitet. Anschließend werden sie auf neue Anwendungen übertragen und gestalterisch erprobt. So wird eine visuelle Grammatik des Alltags sichtbar, die von menschlichen Entscheidungen, individuellen Bedingungen und gelebter Praxis geprägt ist.