Für sein Fotobuch „Unter uns“ bewegt sich Henk Aaron Szanto über verschiedene europäische Wochenmärkte. Im Zentrum stehen weniger Handel und Konsum als das Verhalten der Menschen und ihr Umgang miteinander.
Das Blättern erzeugt den Eindruck eines ziellosen Irrens durch enge, überfüllte Gänge. Körper drängen sich in die Querformate, häufig angeschnitten, sodass Gesten und Haltungen die Narrative tragen. Ziehen, Zerren und Festhalten kehren als Motive wieder und betonen ein Gefühl der Unruhe. Die Menschen scheinen einander zu ignorieren, bestenfalls zu ertragen.
Der gesenkte Blick wirkt nicht nur als Ausdruck von Erschöpfung, sondern nimmt auch die Aussicht, dieser Enge zu entkommen. Zugleich rückt dadurch die Wahrnehmung der Kinder in den Fokus: Sie werden mitgeschleppt, erscheinen gelangweilt und oft von ihren Eltern unbeachtet. In ihrem Verhalten verdichtet sich der Eindruck, an einem Ort festzustecken, dem man nicht entkommen kann.



