Die „kosmische Jagd“ ist eine der ältesten Erzählungen der Menschheit.
Ein großes Tier wird von einer Gruppe Jäger verfolgt und flieht an den Himmel. Daraus entsteht das Sternbild des großen Bären.
Die Irokesen erzählten sich eine Variante, in der das Blut des verletzten Tieres die Blätter im Herbst rot färbt. Die Geschichte tritt ebenfalls an verschiedensten Orten in Eurasien auf. Das pankontinentale Auftreten der Geschichte ist ein starkes Indiz dafür, dass sie gemeinsam mit den Menschen, welche während der letzten Eiszeit die Beringstraße überquerten, migriert sein muss.
Sie ist also über 15.000 Jahre alt.
„The catfish and the canary“ besteht aus einer Filmarbeit, mehreren Installationen und Zeichnungen. Die Arbeit spannt Netze. Zwischen Zeiten, Orten & Geschichten, die formal nichts miteinander zu tun haben. Die Zusammenhänge ergeben sich in normierten Industrieprozessen, Ästhetiken und Erzählstrukturen.
Wie formen wir die Welt – Und was entsteht, wenn ihre Eigenständigkeit bewahrt wird?


