Re–Treat ist ein modulares Rückzugssystem, das Selbstwahrnehmung als Bestandteil öffentlicher Einrichtungen etabliert. Ausgehend von einer Gesellschaft permanenter Reizüberflutung hinterfragt das Projekt leistungsorientierte Räume, wo wir einen Großteil unseres Tages verbringen und in denen der Bezug zum eigenen Körper zunehmend verloren geht.
Hier setzt Re–Treat an. Eine ausziehbare Raumstruktur verwandelt einen nur halben Meter tiefen Regalblock in einen bis zu zwei Meter langen Rückzugsraum. Im Fokus steht die Schaffung einer atmosphärischen Erfahrung, die durch Klang und Sensorik zur bewussten Selbstwahrnehmung einlädt. Der Raum beginnt erst zu reagieren, wenn Nutzer:innen mit ihm in Kontakt treten. Die Art der Berührung aktiviert unterschiedliche narrative Denkanstöße und eröffnet einen Dialog mit sich selbst. Re–Treat versteht Regeneration als allgemeines Gut und fragt: Wie müssen Rückzugsräume gestaltet sein, damit Menschen wieder bewusst mit sich selbst in Kontakt treten können?

Edit

Edit
