In meiner Arbeit „manmade“ setze ich mich mit den Wurzeln hegemonialer Männlichkeit auseinander, die mich als nicht-binäre Person plagen, mir aber gleichzeitig Privilegien zusichern. Mythologie, Religion, soziale Medien und Sex sind die Orte, die ich auf dieser Suche erforsche. Die Entstehung idealisierter Körperbilder und die genderspezifische Codierung von Gegenständen bilden den Dreh- und Angelpunkt meiner mehrkanaligen Bewegtbildarbeit. Wiederholungen und Reproduktionen greifen visuell und narrativ den Prozess auf, in dem sich die Rahmen unserer geschlechtlichen Existenz bilden. Der Titel verweist auf die von Simone de Beauvoir in „Das andere Geschlecht“ formulierte These „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“, die Wiederholungen auf Judith Butlers „Gender Trouble“. Dabei breche ich mit den performativen Praktiken, die ein Bild von natürlicher Männlichkeit aufrechterhalten. Reicht dafür schon ein Rest an Mascara, die Anwesenheit eines künstlichen Fingernagels im Raum, ein Kuss mit einem Mann?



