Sommersemester 2026

 

 

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@fotoowand

Wie lässt sich lebendiger Glaube in das fotografische Medium übersetzen? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt der Serie. Mich interessiert der Glaube als individuelle Haltung im Alltag, fernab von institutionellen Repräsentationen. Die Serie gliedert sich in zwei formale Ebenen: Im dokumentarischen Porträt suche ich nach der physischen Präsenz und der absoluten Konzentration meines Gegenübers. Diese Aufnahmen stehen im direkten Dialog mit abstrakten Studiofotografien. Jedem Bildpaar liegt ein ausgewählter Bibelvers zugrunde, der den Porträtierten als persönlicher Halt im Leben dient. Die damit verknüpften gedanklichen Bilder übersetze ich im Studio durch Lichtphänomene, Projektionen und Schattenwürfe in eine metaphorische Bildsprache. Die Arbeit bewegt sich so zwischen dem Dokumentarischen und dem Abstrakten. Sie schafft einen visuellen Zwischenraum, in dem das eigentlich Unsichtbare, die innere Verfassung, spürbar wird, ohne sich endgültig fassen zu lassen.