Wintersemester 2025/2026

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Die Vermeidung von Erinnerung, Leid und Trauer im familiären Miteinander zieht sich parallel zur öffentlichen Erinnerungskultur durch die deutsche Gesellschaft. Die Recherche zu den Lücken innerhalb der Familiengeschichte mündete in einer mehrteiligen fotografischen Arbeit, die dem Unausgesprochenen nachgeht. Damit ich nicht verloren gehe widmet sich nicht dem Beschreibbaren, Geschehenen und Gesagten, sondern dem Nachspüren selbst als eine Tätigkeit, die sich dem Realen (Lacan) annähert, dessen wahre Begegnung aber immer wieder verpasst wird. Im Wissen, dass Worte nicht ausreichen – und dass möglicherweise die Worte selbst der Grund für die Nicht-Greifbarkeit des Realen sind – befragt die Arbeit die Brüchigkeit der eindimensionalen Werkzeuge der Erinnerungskultur und thematisiert ein Scheitern an der Grenze des Erfahrbaren.