Das Projekt untersucht, wie Bewegung in einen Bildschirmarbeitsplatz integriert werden kann, ohne den Arbeitsablauf bewusst zu unterbrechen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass kleine, wiederkehrende Veränderungen der Kopf- und Körperhaltung dazu beitragen können, länger anhaltende statische Belastungen zu reduzieren.

BSS-E1 bewegt den Bildschirm langsam auf einer flachen U-förmigen Bahn. Die seitliche und vertikale Positionsveränderung soll den Nutzer dazu anregen, dem Bildschirm mit Blick und Kopf zu folgen. Unterschiedliche Bewegungsrichtungen, Geschwindigkeiten und Haltephasen ermöglichen Variationen im Bewegungsablauf.

Die wissenschaftlichen und arbeitsmedizinischen Grundlagen wurden in ein funktionsfähiges Produktkonzept übertragen. Die zweiachsige Mechanik ist in einen eigenständigen Monitorstand integriert, dessen reduzierte Gestaltung die technische Funktion nachvollziehbar abbildet. Das Modell dient nicht als Nachweis einer medizinischen Wirkung, sondern als Grundlage für weitere Untersuchungen zu Wirksamkeit, Wahrnehmung und langfristiger Nutzung. Das Projekt versteht den Arbeitsplatz als aktiven Bestandteil einer zukünftigen, niedrigschwelligen Präventionskultur und erprobt damit, welchen Beitrag Produktgestaltung zu einer niedrigschwelligen Prävention am Bildschirmarbeitsplatz leisten kann.