24:00 -Spuren als Notation zwischen Beobachtung, Übersetzung und Raum

- Spuren als Notation zwischen Beobachtung, Übersetzung und Raum
Sommersemester 2026

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Spuren erzählen von Ereignissen, ohne sie vollständig preiszugeben. Sie verweisen auf Veränderungen, machen Prozesse sichtbar und eröffnen Raum für Interpretation. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Spur sowie grafischen und musikalischen Notationen untersucht diese Arbeit, wie sich flüchtige Beobachtungen in ein eigenständiges Zeichensystem übersetzen lassen.

Die entwickelte Notation versteht sich nicht als Dokumentation der Realität, sondern als deren Interpretation. Sie abstrahiert beobachtete Prozesse und eröffnet neue Möglichkeiten, Spuren als visuelle, rhythmische und klangliche Strukturen wahrzunehmen. So entsteht ein offenes System, das dazu einlädt, alltägliche Veränderungen neu zu lesen und die Spur nicht als Beweis, sondern als Ausgangspunkt für Wahrnehmung und Deutung zu begreifen.