Abschlussarbeiten 2014 | Archiv

Baum Annika Klaner

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Übersetzungsprozesse implizieren Veränderungen. Diese können formaler, inhaltlicher und semantischer Natur sein. Eine wortwörtliche oder lautgetreue Übersetzung von Sprache gibt es nicht. Übersetzung ist also keine äquivalente, sondern vielmehr eine auf Analogien beruhende Transformation von Kommuniziertem. Inhalts- und Bedeutungsverschiebungen, die dem Übersetzungsprozess geschuldet sind, werden einem in der Regel nicht bewusst. Das Buch setzt an dieser Stelle an und zeigt exemplarisch am Wort Baum auf, wie maßgeblich die Übersetzung eines Begriffes – von einer Sprache in eine andere – die Lesart, Wirkung und Form einer Botschaft verändert. Da Analogien Übersetzungsprozesse in bedeutendem Maße prägen – Bindeglied sind, zwischen Übersetzendem und Übersetztem – sind sie auch zentrales Gestaltungsmittel der Arbeit. Ausgehend von einer fotografischen Abbildung eines Baumes veranschaulicht die Analogieabfolge nicht nur, die mit dem Übersetzungsprozess einhergehenden Veränderungen, sondern auch die Vielfalt sprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten. Das Prinzip des Buches kann man sich dabei wie ein visuell ausgetragenes Stille-Post-Spiel vorstellen; der Ausdruck Baum wandelt sich permanent, ohne dabei aber – anders als beim akustischen Stille-Post-Spiel – den Bezug zum Ausgangsbegriff zu verlieren.

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